Trolle
Das Phänomen ist logischerweise älter als das Internet, nur war es nicht so ganz einfach zu trollen, als man der Person noch gerade in die Augen schauen musste, während man sich von seinem geistlosen Brei entledigte. Ich habe meine liebe Mühe mit solchen Leuten, denn ich verstehe einfach nicht, was es denn nun Gutes bringen soll. Sich mitteilen in Form von Beleidigungen und Anspielungen unter der Gürtellinie ist nun wirklich das Allerletzte. Zum Glück bin ich nicht so wahnsinnig populär als dass ich damit täglich zu kämpfen hätte, habe aber auch schon meine Erfahrungen damit gemacht in den letzten 2 Jahren.
Um so mehr nervt es mich, wenn Personen in meinem engsten Umfeld darunter zu leiden haben. Die ganze Welt schreit nach Meinungsfreiheit, aber ich habe irgendwie das Gefühl, dass die wenigsten Leute andere Meinungen überhaupt erst wahrnehmen können, geschweige denn akzeptieren. Vielleicht bin ich ein wenig naiv, aber ich versuche doch jeweils so gut wie möglich darauf einzugehen.. oder? Jedenfalls ist das, was mein Menschenverstand dazu meint.
Nur leider ist das genau das Problem: Auf etwas eingehen, was sich jeder Logik entbehrt und darauf beruht, dass jemand unglücklich oder aus welchem Grund auch immer nach einem Ventil für seinen Frust sucht, macht einfach keinen Sinn. Im Prinzip sollte man das Ganze zu “Linenoise” degradieren, das unendliche, leise Rauschen im Netz .. leider ist es nicht so einfach, diesen Gedankengang abzuschliessen, wenn gerade wieder einmal ein frustrierter Zeitgenosse in den comments meiner besseren Hälfte irgendwelchen Bullshit zum Besten gibt. Das braucht Nerven ..
